Es ist Sonntagabend und ich versuche mich mal wieder an dem Rezept meiner Mutter für Klöße für eine Suppe. So richtig gelingen wollten sie mir bisher noch nie, langsam wusste ich aber woran es lag. Da die Grundlage ein Brandteig ist, muss man sehr viel Zeit mitbringen, Geduld und auch Kraft, weil das Umrühren mit der Zeit ordentlich in die Arme geht.
Mittendrin geht mir die Puste aus, ich habe keine Kraft mehr (in den Armen).
Frustriert fluche ich vor mich hin, ärgere mich über mich selbst. „Nicht mal Klöße für eine Suppe kriegst du zustande“. Es ist Sonntag, ausnahmsweise hatte ich mal wirklich frei, habe nicht viel getan, da muss die Energie doch für so eine blöde Suppe reichen. Und sowieso, wenn ich mir mein To-do der Woche ansehe, habe ich davon gefühlt mal wieder nichts geschafft.
Kommt dir diese Situation bekannt vor?
Ich habe vor kurzem eine kleine Umfrage gemacht bezüglich der Erwartungshaltung, die wir an uns selber haben und die meisten haben unrealistisch hohe Erwartungen. Wir alle wissen das, halten diese unrealistischen Maßstäbe aber trotzdem aufrecht.
Und was genau hat das nun mit dokumentarischer Fotografie zu tun?